Glossar
A
Abkühlspannung
auch Thermospannung; eine durch Temperaturdifferenzen hervorgerufene innere Spannung in einem Material
Ablüften
Verdunsten von flüchtigen Stoffen; BEISPIEL: → Lösemittel bei lösemittelhaltigen Klebstoffen oder Primern; Wasser bei Dispersionsklebstoffen
abrasiv
Abrasion: Abkratzen bzw. Abtragen von Material durch Schleifen, Scheuern oder Strahlen
A/B-Verfahren
Verarbeitungsmöglichkeit der MMA-Klebstoffe
Additive
Hilfsstoffe in Klebstoffen oder Kunststoffbauteilen zur Verbesserung der Eigenschaften; BEISPIELE: Additive zur Verbesserung von Langzeitbeständigkeit (=Stabilisatoren), zur Verhinderung elektrostatischer Aufladung (=Antistatika), mit flammhemmenden Eigenschaften (=Flammschutzmittel), zur Verbesserung der Verformungsfähigkeit (=Weichmacher) oder zur besseren Entformung von spritzgegossenen Kunststoffteilen (=Trennmittel). Additive in Kunststofffügeteilen können u. U. einen negativen Einfluss auf die Adhäsion haben.
Adhäsion (Oberflächenhaftung)
Zusammenhangskräfte zwischen den → Molekülen / → Atomen zweier verschiedener Stoffe bzw. das Haften zweier Stoffe oder Körper aneinander. BEISPIEL: Haftung von Klebstoff auf einem Fügeteil oder eines Wassertropfens an einer Glasscheibe
Adhäsionsbruch (Adhäsionsversagen, Adhäsionsverlust)
Ablösung der Klebschicht vom Fügeteil; Mit dem bloßen Auge sind keine Klebstoffreste auf dem Fügeteil zu erkennen.
Adhäsionskräfte
physikalische Wechselwirkungen, chemische Bindungen und mechanische Verklammerungen, die zusammen die Haftung zweier Stoffe oder Körper aneinander bestimmen
Akklimatisierung
Anpassung (z. B. des Klebstoffs oder der Fügeteile) an veränderte Umgebungsbedingungen
Aktivator
Substanz, die in der Lage ist, chemische Reaktionen einzuleiten, die ohne sie bei den gegebenen Bedingungen nicht ablaufen würden
alkalisch
Der Begriff "alkalisch/basisch" bezeichnet die Fähigkeit eines Stoffes, Protonen einzufangen und somit bestimmte Reaktionen auszulösen, die andere Stoffe, die diese Fähigkeit nicht haben, nicht auslösen können. Wässrige alkalische Lösungen (sogenannte "Laugen" oder "Basen") erkennt man an pH-Werten, die größer sind als 7. Siehe auch: → sauer
Alterung
1. Veränderung der Eigenschaften eines Werkstoffs oder Werkstoffsverbunds während der Lagerung oder während des Gebrauchs, hervorgerufen durch chemische und physikalische Vorgänge beim Einwirken von Feuchtigkeit, Sauerstoff, anderen Medien, Wärme, Strahlung, mechanischen Einflüssen ...
2. Lagerung von Laborprüfkörpern bei speziellen Umgebungsbedingungen, um die Einflüsse, die die Klebstoffe normalerweise während ihrer Einsatzdauer erfahren, beschleunigt nachzustellen (=Auslagerung)
Anforderungsliste
auch Lastenheft; Aufstellung der Solleigenschaften eine Produktes
Atom
(von griechisch: atomos = unteilbar); Das kleinste ungeladene Teilchen eines chemischen → Elementes; Atome bestehen aus einem positiv geladenen Kern, der sich aus positiv geladenen Protonen und ungeladenen Neutronen zusammensetzt. Den Kern umgibt eine Hülle aus negativ geladenen Elektronen (Anzahl der Elektronen = Anzahl der Protonen). Ein Stück eines reinen → Elementes (z. B. ein Goldbarren) stellt eine Ansammlung von Atomen mit gleicher Protonenzahl dar.
Auftragsbild
Erscheinungsbild des aufgetragenen Klebstoffes; z. B. in Raupenform oder flächig
Auftragsgeräte
Hilfsmittel zum Auftragen eines Klebstoffes (z. B. Spatel, Pinsel, Rakel)
Aushärten
chemischer Prozess; Verfestigung durch Bildung chemischer Bindungen, physikalischer Wechselwirkungen und mechanischer Verschlaufung; Aus den im flüssigen Klebstoff vorliegenden → Monomeren (oder → Prepolymeren) entstehen durch chemische Reaktionen Polymere. Aushärtemechanismen sind so genannte → Polyreaktionen.
B
Beanspruchbarkeit
Summe aller Beanspruchungen, der das Bauteil bzw. die Klebung im Dauereinsatz maximal standhalten kann; muss im Rahmen der Berechnung/Auslegung ermittelt werden; Beanspruchbarkeit < Beanspruchungen
Beanspruchung
Unterschiedliche Arten von Einflüssen, die von außen auf eine Klebung einwirken können. Hierbei kann es sich um Temperatur, Feuchtigkeit, mechanische Belastungen oder chemische Einflüsse (Wasser, Lösemittel etc.) handeln. Für eine langzeitbeständige Klebung ist es unerlässlich, diese Einflüsse bei der Klebstoffauswahl zu kennen.
Beflammung
Methode zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffen, speziell PP und PE
Beizen
Nasschemische Oberflächenvorbehandlung zum Abtragen von Oberflächenschichten; meist säurehaltig (Salz-, Schwefel- oder Phosphorsäure); Durchführung im Regelfall bei erhöhten Temperaturen; In Abhängigkeit von der Beizrezeptur kann es dabei auch zur Bildung spezieller Reaktionsschichten mit Korrosionsschutzfunktion an den behandelten Oberflächen kommen.
Belastung
→ Beanspruchung
Benetzung
Verhalten einer Flüssigkeit, die sich an einer Feststoffoberfläche verteilt bzw. anschmiegt, wobei sich der Abstand in atomaren Größenordnungen (unter 1 nm) bewegt; Für das Kleben spielt die Benetzung eine wichtige Rolle, da nur ein Klebstoff, der guten Kontakt zur Oberfläche hat, Adhäsionskräfte auf der Oberfläche aufbauen kann. Auch wenn die → Adhäsion noch von zusätzlichen Faktoren abhängig ist, stellt die Benetzung eine notwendige Voraussetzung hierfür dar.
Berechnung der Klebung
Konstruktion einer Klebung mit Hilfe von geeigneten rechnerischen Methoden
Beschleuniger
Substanz, die schon beim Einsatz geringer Mengen die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion steigert; Auf chemisch härtende Klebstoffe bezogen bedeutet der Einsatz eines Beschleunigers die Verkürzung der Aushärtezeit (vgl. → Aktivator, → Katalysator).
Beständigkeit
Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs oder Bauteils gegen chemische Substanzen (z. B. Reinigungsmittel, Salze, Gase), mechanische Belastungen (statische und dynamische Kräfte, Eigenspannungen) oder physikalische Einflüsse (Temperatur, Strahlung)
Bindung, chemische
eine chemische Bindung ist eine relativ starke Verbindung zwischen zwei → Atomen, bei der sich die beiden Atome ein, zwei oder drei Elektronenpaare teilen (Einfach-, Zweifach-, Dreifachbindung). Chemische Bindungen sind 10 bis 100 Mal stärker als → physikalische Wechselwirkungen.
Bruchdehnung
Materialwert, der angibt, um wieviel Prozent sich ein Material bei Zugbelastung dehnen lässt, bevor es bricht
C
Chromatierung
Bezeichnung für eine Reihe von nasschemischen Beiz- oder Anodisier-Verfahren zur Oberflächenvorbehandlung von Metallen. Dabei wird das Werkstück mit Chromatverbindungen beschichtet.
D
Dampfentfettung
Reinigungsverfahren, bei dem ein Lösemittel im Sumpf eines geschlossenen Behälters zum Sieden gebracht wird und an den zu reinigenden Bauteilen kondensiert. Dort löst es Verunreinigungen und tropft mit diesen zurück in den Lösemittelsumpf.
Dauerschwingfestigkeit
dauerhaft ertragbare Belastung eines Bauteils oder einer Klebung bei schwingender Beanspruchung
Dehnung (Expansion)
relative Verformung als Folge einer → Zugbelastung oder einer Temperaturerhöhung
Dispersion
(lateinisch: dispersio = Zerteilung); flüssiges, heterogenes Gemisch aus mindestens zwei Stoffen, die nicht oder kaum ineinander löslich sind; feinste Verteilung eines Stoffes in dem anderen; mindestens 2 → Phasen
Druckbeanspruchung
→ Zugbelastung
Dunkelreaktion
Teil des Aushärteprozesses von lichtaktivierbaren Klebstoffen
Duromer
Kunststoffart mit engmaschig vernetzten Polymerketten. Duromere weisen folgende Grundmerkmale auf: hart und spröde bei Raumtemperatur, temperaturstandfest, nicht schmelz- und schweißbar, unlöslich, kriechfest sowie nur schwach quellbar (vergl. → Thermoplast, → Elastomer). Je nach Vernetzungsgrad wird das Duromer in der Wärme mehr oder weniger zähelastisch.
E
Eigenspannung
mechanische Spannungen innerhalb eines Körpers, an dem keine äußeren Kräfte angreifen und der sich im thermischen Gleichgewicht befindet
Elastizitätsmodul (E-Modul)
Materialkonstante; Beschreibt das Verhältnis von → Normalspannung zu → Dehnung im Falle ideal-elastischer Verformung (d. h. bei Gültigkeit des Hookeschen Gesetzes) bei Zugbelastung
Elastomer
Kunststoffart mit weitmaschig vernetzten Polymerketten. Elastomere weisen folgende Merkmale auf: gummielastisch bei Raumtemperatur, niedrige Kriechfestigkeit, nicht schmelzbar, nicht schweißbar, unlöslich aber quellbar (vergl. → Duromer, → Thermoplast). Elastomere verspröden bei tiefen Temperaturen.
Element
(von lateinisch: elementum = Grundstoff); durch chemische Prozesse aus Verbindungen isolierbarer, nicht weiter auftrennbarer Stoff; Die kleinsten ungeladenen Teilchen eines Elementes heißen → Atome. BEISPIELE: Kohlenstoff, Wasserstoff, Aluminium, Silizium.
elementare Fügeverfahren
Fügeverfahren, das für sich allein stehend zur Verbindung zweier Fügeteile dienen kann (BEISPIELE: Löten, Schweißen, Kleben, Clinchen, Stanznieten). Elementare Fügeverfahren können miteinander zum → Hybridfügen kombiniert werden.
F
Faserverbundkunststoff (FVK)
Kunststoff, in dem Fasern (z. B. Glas, Kohlenstoff-Fasern etc.) zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften eingelagert/eingebunden sind
Festigkeit
Werkstoffkenngröße, die über die maximale mechanische Belastung ermittelt wird, die ein Werkstoff kurzzeitig erträgt; Man unterscheidet normalerweise Zug-, Druck-, Torsions-, Scher-, Schäl- und Biegeschälfestigkeiten. Für diese Belastungen gibt es Normprüfungen, nach denen die Werkstoffkenngröße festgestellt wird.
Festigkeit von Klebstoffen
hochfest: über 15 MPa
mittelfest: 5 - 15 MPa
niedrigfest: unter 5 MPa
FGT
Fügeteil
Filmbildung
Übergang einer Dispersion vom flüssigen in den festen Zustand durch Entweichen des Dispersionsmittels und Interdiffusion (Kaltverschmelzung) der Feststoffphase; Dazu muss zunächst die Abstoßung durch den → Stabilisator überwunden werden.
Fingertest
Schritt bei der Verarbeitung von Kontaktklebstoffen
Fluid
Flüssigkeit oder Gas
Fügen
1. Allgemein: Das Verbinden von Teilen, die ein Ganzes bilden sollen. Das Kleben ist eine Fügemethode. Andere Methoden zum Verbinden von Teilen sind beispielsweise Schweißen, Löten oder Nieten.
2. Abschnitt des Klebprozesses, bei dem die beiden Fügeteile zusammengebracht werden
G
Galvanisieren
Beschichtungsverfahren; Elektrochemische Oberflächenbehandlung von Werkstoffen, bei der sich metallische (seltener auch nichtmetallische) dünne Schichten auf der Oberfläche abscheiden; dient dem Schutz vor Korrosion, der Verschönerung, der Erzeugung von Verbundwerkstoffen mit verbesserten Eigenschaften o. ä.
galvanisiert
→ Galvanisieren
Gebinde
Verpackung zur Lagerung und zum Transport von Stoffen und Zubereitungen; kann z. T. auch als Dosierungsmaß dienen
Gelschicht
1. bei faserverstärkten Kunststoffen: äußerste Harzschicht eines Faserverbund-Laminats; sie soll ein Durchzeichnen der Faserstruktur verhindern und das eigentliche → Laminat vor Witterungs- und Chemikalieneinfluss schützen; auch Gelcoat oder Feinschicht genannt
2. bei Gläsern: durch Feuchtigkeit entstandene, → alkalische Auslaugschicht an der Oberfläche von stark natrium-, kalzium- oder kaliumhaltigen Gläsern; Die Schicht hat nur eine geringe mechanische Beständigkeit.
Gleitung
Verformung als Folge einer → Scherbelastung
H
Härter
Klebstoffkomponente, die die chemische Aushärtung bewirkt. Bei zweikomponentigen Klebstoffen handelt es sich im deutschen Sprachgebrauch beim Härter im Regelfall um die B-Komponente (A-Komponente: Harz). Bei Klebstoffen englischer oder amerikanischer Hersteller ist die Bezeichnung häufig umgekehrt: der Härter (Accelerator) ist die A-Komponente, das Harz die B-Komponente (Base).
Härterlackverfahren
→ No-Mix-Verfahren
Handfestigkeit (Handhabungsfestigkeit, Weiterverarbeitbarkeit)
Zustand der Klebung, der die Weiterverarbeitung eines geklebten Bauteiles ohne zusätzliche Fixierung erlaubt. Der Klebstoff ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig ausgehärtet aber bereits so fest, dass weiter gearbeitet werden darf, wenn die Klebung nicht stark belastet wird. Die Handfestigkeit wird von Klebstoffherstellern häufig mit dem Erreichen eines bestimmten Festigkeitswertes (z. B. 1 N/mm2) gleichgesetzt.
Harz
Harze dienen als Ausgangsmaterialien für Kunststoffe sowie als Bindemittel für Beschichtungsstoffe, Druckfarben und Klebstoffe; In zweikomponentigen Klebstoffsystemen handelt es sich im deutschen Sprachgebrauch beim Harz im Regelfall um die A-Komponente (B-Komponente: Härter). Bei Klebstoffen englischer oder amerikanischer Hersteller ist die Bezeichnung häufig umgekehrt: das Harz (Base) ist die B-Komponente, der Härter die A-Komponente (Accelerator).
Hautbildezeit
Verarbeitungszeit bei feuchtigkeitsvernetzenden Klebstoffen, innerhalb der noch eine vollständige Benetzung der Klebeflächen nach dem Fügen gesichert ist; abhängig von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
hochviskos
= dickflüssig; Eine bei Raumtemperatur hochviskose Flüssigkeit ist z. B. Honig, eine niedrigviskose ist Wasser. (siehe auch → Viskosität)
Hot spot
aus der Geometrie, unterschiedlichen Materialeigenschaften o. ä. resultierende Spannungskonzentration an bestimmten Punkten der Klebung
Hybridfügen
Kombination von mindestens zwei → elementaren Fügeverfahren, wobei die Fügeoperationen in gleichen Werkstückbereichen zeitlich parallel oder versetzt erfolgen. Der Zusammenhalt der Fügeteile wird örtlich mehrfach geschaffen. Bei sachgerechter Anwendung werden Vorteile der verschiedenen elementaren Fügeverfahren in der Hybridverbindung kombiniert. BEISPIELE: Kleben + Clinchen; Kleben + Punktschweißen
I
Inhomogenität
Uneinheitlichkeit; Fehler in der Beschaffenheit eines Werkstoffs; BEISPIELE: Luftblasen oder Verunreinigungen in der Klebschicht
K
Kartusche
zylinderförmiger Behälter zur manuellen Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen; Für 2K-Systeme gibt es Doppelkartuschen mit zwei räumlich getrennten Behältern.
Katalysator
Substanzen, die chemische Reaktionen ermöglichen, beschleunigen oder in eine Richtung lenken (vgl. → Aktivator, → Beschleuniger); Sie werden bei bestimmten Klebstoffen zur Beschleunigung der Härtung verwendet. BEISPIEL: Bei anaeroben Klebstoffen dienen Metall-Ionen als Katalysator.
kathodische Elektrotauchlackierung (ETL, KTL)
Verfahren zur Applikation von wasserbasierten Lacken auf elektrisch leitfähigen Untergründen; Das Werkstück wird in ein Lackbad getaucht und an den Pluspol einer Gleichstromquelle angeschlossen. Negativ geladene Polymermoleküle wandern zum positiv geladenen Werkstück und scheiden sich ab. Im Anschluss wird die Schicht bei 150-180 °C eingebrannt.
Klebfläche
Fläche, die genutzt wird, um zwei Fügeteile mit Hilfe eines Klebstoffs zu verbinden; bei einfachen Geometrien Produkt aus Überlappungslänge und Überlappungsbreite der Fügeteile
Klebstoffraupe
raupenförmiger Klebstoffauftrag
Klebstoffviskosität
→ Viskosität
Kohäsion
(lateinisch: cohaerere = zusammenhängen); innere Festigkeit von Stoffen (oft auch als "Zusammenhangskraft" bezeichnet
Kohäsionsbruch (Kohäsionsversagen, Kohäsionsverlust)
Bruch durch die Klebschicht; auf den sich bei der Klebung gegenüberliegenden Bereichen der Fügeteile haftet noch Klebstoff; im Regelfall erwünschtes Bruchbild, wenn die theoretische Festigkeit des Klebstoffes erreicht wurde
Kohäsionskräfte
physikalische Wechselwirkungen, chemische Bindungen und mechanische Verschlaufungen, die in ihrer Summe die innere Festigkeit von Werkstoffen bestimmen
Korngrenze
Grenze zwischen zwei räumlich unterschiedlich angeordneten Kristallen
Korrosion
(lateinisch: corrodere = zernagen) von der Oberfläche ausgehende, durch chemischen oder elektrochemischen Angriff hervorgerufene, qualitätsmindernde Veränderung von Werkstoffen; BEISPIEL: Rosten von Stahl durch den Einfluss von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff (evtl. begünstigt durch Salze oder Säuren)
Korund
Aluminiumoxid (Al2O3); Verwendung in der Schmuckindustrie (Rubin, Saphir), mindere Qualitäten oder synthetisches Material als Schleif- und Strahlmittel
KTL
→ kathodische Elektrotauchlackierung
L
Lagerbedingungen
Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Dauer, usw.), die bei der Lagerung eines Klebstoffes einzuhalten und zu kontrollieren sind
Laminat
schichtartig aufgebauter → Verbundwerkstoff
Langzeitbeständigkeit
zeitabhängige → Beständigkeit
Lastenheft
→ Anforderungsliste
Lichtaktivierung
Start der Aushärtung durch Bestrahlung mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bei lichtaktivierbaren Klebstoffen
Lösung
flüssiges, homogenes, einphasiges Gemisch aus mindestens zwei Komponenten, in dem der(die) gelöste(n) Stoff(e) als vereinzelte Moleküle im → Lösemittel verteilt ist(sind) (= molekular-dispers)
Lösemittel
Flüssigkeiten, die in der Lage sind, andere Substanzen ohne chemische Veränderungen zu "verflüssigen", so dass die Bestanddeile der → Lösung durch physikalische Trennverfahren (z. B. Destillation, Kristallisation, Adsorption ...) wiedergewonnen werden können
M
Matrix (Matrixharz)
(lateinisch: mater = Mutter); starres oder hochviskoses Hüllenmaterial, das einen anderen Stoff umschlossen hält; BEISPIEL: Polymer, in welches bei Faserverbundkunststoffen die Fasern eingebettet sind
Mischanlage
größere Gerätschaften zum Mischen von Klebstoffkomponenten
Mischqualität
Güte der Durchmischung von Klebstoffkomponenten; hier vor allem die Vollständigkeit und die Homogenität der Durchmischung
Mischungsverhältnis
im → technischen Datenblatt beschriebenes Gewichts- oder Volumenverhältnis, in dem die A- und B-Komponenten eines Zweikomponenten-Klebstoffes gemischt werden müssen, um optimale Klebergebnisse zu erzielen
Molekül
chemische Verbindung von mindestens zwei → Atomen
Monomer
allein existierende kleine → Moleküle, die die Grundbausteine der → Polymere darstellen; Die Verbindung der Monomere zum Polymer geschieht durch → Polyreaktionen.
N
Nano-
(griechisch: nanos= Zwerg); Vorsilbe zur Kennzeichnung des milliardsten Teils (des 10-9-fachen) einer Maßeinheit; Dem Symbol der Maßeinheit wird der Buchstabe "n" vorangestellt. BEISPIEL: 1 Nanometer = 1nm = 10-9 m
No-Mix-Verfahren
(englisch: no-mix = ohne Mischen); Bezeichnung für eine spezielle Verarbeitungsart für Polymerisationsklebstoffe, bei der der → Härter in einem → Lösemittel verdünnt auf eine Fügefläche aufgebracht wird, während die zweite Fügefläche mit dem → Harz bestrichen wird. Das → Aushärten beginnt erst mit dem → Fügen (nach vollständigem → Ablüften des Lösemittels).
Normalspannung
→ Zugspannung
O
Oberflächenbehandlung
Behandlung von Werkstoffoberflächen, um die Benetzung und Haftung des Klebstoffes zu optimieren und reproduzierbare, langzeitbeständige Klebungen zu schaffen.
Oberflächenrauigkeit
Rauigkeit (Topographie) einer Oberfläche; Selbst scheinbar glatte Oberflächen weisen eine gewisse Rauigkeit auf.
Oberflächenspannung
An der Oberfläche von Flüssigkeiten auftretende physikalische Erscheinung, die aufgrund der Kohäsionskräfte innerhalb der Flüssigkeit bewirkt, dass deren Oberfläche möglichst klein wird (ein Wassertropfen nimmt in der Schwerelosigkeit beispielsweise die Form einer Kugel an). Die Oberfläche verhält sich dabei wie eine gespannte, scheinbar elastische Haut; Einheit: mN/m (Milli-Newton pro Meter)
offene Zeit
Zeitspanne, die ein physikalisch abbindender Klebstoff zwischen Auftrag und Fügen auf dem Bauteil verbleiben darf, ohne die spätere Klebung negativ zu beeinflussen
Oxidation
chemischer Prozess (Reaktion mit Sauerstoff); BEISPIELE: Verbrennung, viele Korrosionsvorgänge
P
Phase
homogene, durch Grenzflächen gegeneinander abgegrenzte, optisch einheitliche und mechanisch voneinander trennbare Zustandsformen der Stoffe; BEISPIEL: Eiswürfel in Wasser: 2 Phasen (eine flüssig, eine fest) des gleichen Stoffes; Salzlösung: 1 Phase (2 Stoffe, aber nicht mechanisch - z. B. durch Filterung - voneinander trennbar); Milch: 2 Phasen (Fetttröpfchen in Wasser); ... und darüber jeweils Luft (eine weitere Phase)
Phosphatieren
Nasschemisches Verfahren zur Oberflächenvorbehandlung, wobei Bauteile/Fügeteile mit Phosphatverbindungen beschichtet werden. BEISPIEL: Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht aus Eisenphosphat auf einer Stahloberfläche
Physikalische Wechselwirkungen
Schwache Anziehungskräfte (nur ca. 1/10 bis 1/100 der Stärke chemischer → Bindungen) zwischen unterschiedlichen Molekülen (bzw. Molekülbereichen) eines Stoffes oder zwischen zwei Oberflächen; In der Klebtechnik spielt vor allem die Anziehung von Dipolen die größte Rolle.
Plasma
aktiviertes Gas, dessen Eigenschaften durch die Aufspaltung der Moleküle in Radikale, Ionen und Elektronen bestimmt ist (sogenannter vierter Aggregatzustand)
Polymer
kettenartige oder vernetzte → Moleküle, die durch chemische Verknüpfung vieler gleicher oder unterschiedlicher → Monomere entstanden sind
Polyreaktionen
chemische Prozesse; Reaktionen zum Aufbau von Polymeren, die nach einem Kettenwachstumsmechanismus verlaufen; Man unterscheidet 3 verschiedene Reaktionsmechanismen: Polyadtition, Polymerisation, Polykondensation.
Prepolymer
Vorstufe von Polymeren; größeres Molekül, das aus mehreren Monomerbausteinen entstanden ist, aber noch nicht groß genug ist, um als Polymer bezeichnet zu werden
Primer
Flüssigkeit für die Oberflächennachbehandlung, die verwendet wird, um die Benetzung und die Adhäsion des Klebstoffs auf dem Untergrund zu verbessern
Produktlebensdauer
Dauer der Verwendbarkeit bzw. des Einsatzes eines Produktes; soll im Rahmen der Anforderungsliste festgelegt werden
Proportionalität
linearer Zusammenhang
Prozessführung
organisierende Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten, Prozessen und Leistungen dienen
Prüfverfahren
dienen der Überprüfung von Klebverbindungen (z. B. Zugscherversuch); Unterscheidung in nicht-zerstörende und zerstörende Methoden
pulsationsfrei
ohne zeitliche Schwankung; hier: kontinuierliche Förderung
Q
Qualitätssicherungsmaßnahmen
Maßnahmen, die der Sicherung der Qualität dienen (z. B. Rückstellmuster, Personalqualifizierung)
R
Randwinkel (Kontaktwinkel)
Bezeichnung für den Winkel, den die an die Flüssigkeitsoberfläche geneigte (gelegte) Tangente mit der benetzten Fügeteiloberfläche bildet. Ein kleiner Randwinkel (< 30°) ist ein Hinweis auf eine gute Benetzbarkeit der Oberfläche durch Flüssigkeiten, deren Oberflächenspannung gleich oder kleiner ist, als die der Testflüssigkeit.
Randwinkelmethode
Bestimmung der Benetzbarkeit einer Oberfläche durch Bestimmung des Randwinkels einer aufgetragenen Flüssigkeit (meist Wasser)
Reproduzierbarkeit
Wiederholbarkeit
Rheologie
Wissenschaft, die sich mit dem Fließverhalten von Stoffen beschäftigt (griechisch: rhéos = Fluss, Strömung)
Roboter
frei programmierbare Handhabungsgeräte (Werkzeug- oder Werkstückhandhabung) zur Durchführung automatisierter Prozessabläufe
Rollenschälversuch
Versuch zur Bestimmung des Schälwiderstandes bei Klebstoffen
R-Sätze
Risiko-Sätze; kodierte Warnhinweise zum Umgang mit Gefahrstoffen. Sie sind Teil der innerhalb der EU vorgeschriebenen standardisierten Gefahrstoffkennzeichnung.
Rückstellmuster (Belegmuster, Referenzmuster, Rückstellprobe)
Muster zur Ermöglichung einer späteren Feststellung von Merkmalen. Rückstellmuster durchlaufen bis zum Zeitpunkt ihrer Entnahme aus dem Fertigungsprozess alle vorhergehenden Prozessschritte und spiegeln so die Eigenschaften der den Prozess weiter durchlaufenden Bauteile zum Zeitpunkt der Entnahme wider.
S
sauer
Der Begriff "sauer" bezeichnet die Fähigkeit eines Stoffes, Protonen (hier: Wasserstoff-Kerne) abzugeben und somit bestimmte Reaktionen auszulösen, die andere Stoffe, die diese Fähigkeit nicht haben, nicht auslösen können. Wässrige saure Lösungen (=Säuren) erkennt man an pH-Werten, die kleiner sind als 7. Siehe auch: → alkalisch
saure Beimischungen
Zugaben zu z. B. einem Reingungsmittel, die → sauer sind
Schälbeanspruchung
→ Schälbelastung
Schälbelastung
Sonderfall der Zugbelastung; Beanspruchungsart, bei der sich die Zugbelastung auf einen kleinen Teil einer Verbindung (z. B. Klebung) konzentriert und so schnell zur Überschreitung von Festigkeitsgrenzen führt
Scherbeanspruchung
→ Scherbelastung
Scherbelastung / Schubbelastung
Beanspruchungsart, bei der die Belastung parallel zur Verbindungsebene wirkt (bei Druckscherbelastung zur Verbindung hin, bei Zugscherbelastung von der Verbindung weg); Scherbelastung in Klebungen führen zur Gleitung der Klebschicht.
Scherfestigkeit
mechanischer Kennwert; Widerstand einer Verbindung (z. B. Klebung) gegen Scherbelastung; nur durch zerstörende Prüfung zu ermitteln; verschiedene Normversuche (z. B. DIN EN 1465 (Zugscherversuch); DIN 54452 (Druckscherversuch); DIN 54455 (Torsionsscherversuch))
Schockhärtung
blitzartige Aushärtung, z. B. bei Cyanacrylaten; Folgen: starke Wärmeentwicklung, Mikrorissbildung
Schubbeanspruchung
→ Scherbelastung/Schubbelastung
Schubmodul (G-Modul)
Materialkonstante; beschreibt das Verhältnis von → Schubspannung zu → Gleitung im Falle ideal-elastischer Verformung (d.h. bei Gültigkeit des Hookeschen Gesetzes) bei Schubbelastung
Schubspannung
Parallel auf einen Körperquerschnitt einwirkende Kraft (F) pro Querschnittsfläche (A). Formelzeichen: τ (Tau)
Schutzmaßnahmen
Maßnahmen im Rahmen des Arbeits- und Umweltschutzes, die dem Schutz vor einem Gefahrstoff dienen (z. B. Entsorgung, Ablüftung; persönliche Schutzausrüstung)
Sicherheitsdatenblatt (SDB)
produktspezifisches Formblatt mit den wesentlichen sicherheitsrelevanten Angaben; Ein SDB muss beim Inverkehrbringen von Gefahrstoffen und Gemischen, die Gefahrstoffe enthalten, vom Hersteller bzw. Vertreiber dem Abnehmer kostenlos übermittelt werden. Die Erstellung von SDB ist international gesetzlich geregelt (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006).
Sicherheitsfaktor
Der Sicherheitsfaktor gibt an um welchen Faktor die Versagensgrenze eines Bauteils bzw. eines Produktes höher ausgelegt wird, als es durch theoretische Ermittlung sein müsste.
silikathaltig
keramikhaltig
Spannung
Flächenbezogene Belastung (Kraft/Fläche); Einheit: N/mm2 (Newton pro Quadratmillimeter)
Spannungsrisse
Risse in Kunststoffen, hervorgerufen durch gleichzeitige Einwirkung von Chemikalien (z. B. Lösemitteln) und mechanische Beanspruchungen; als mechanische Beanspruchung reichen oft die Eigenspannungen des Kunststoffs aus; BEISPIEL: Butterdose aus Polycarbonat, die zunehmend kleine Risse zeigt, wenn sie aus der Spülmaschine kommt
Spannungsspitze (Hotspot)
Maximale Spannung, die sich auf einen kleinen Bereich konzentriert; BEISPIEL: Bei der Belastung einer Schraubverbindung entstehen direkt am Gewinde angrenzende Spannungsspitzen im Fügeteil.
Spannungsverteilung
Verteilung der → Spannung in einer Klebung
Spezieller Prozess (DIN EN ISO 9000 ff.)
Prozesse, bei denen durch nachträgliche Überwachung und Messung oder durch zerstörungsfreie Prüfverfahren am Produkt das Ergebnis nicht in vollem Umfang verifiziert (überprüft) werden kann. Prozessfehler können evtl. erst bei Gebrauch erkannt werden.
S-Sätze
Sicherheits-Sätze; kodierte Hinweise zum Schutz von Mensch und Umwelt beim Umgang mit Gefahrstoffen. Sie sind Teil der innerhalb der EU vorgeschriebenen standardisierten Gefahrstoffkennzeichnung.
Stabilisator
→ Stabilisierung
Stabilisierung
In der Chemie versteht man unter "Stabilisierung" das Verhindern von chemischen Reaktionen (z. B. Zersetzung, Oxidation usw.) oder physikalischen Vorgängen (z. B. Interdiffusion von Partikeln in Dispersionen) bei unbeständigen Zubereitungen; Stoffe, die den Zubereitungen nur zu diesem Zweck zugesetzt werden, nennt man Stabilisatoren (s. → Additive).
Statikmischer (statischer Mischer)
Mischrohr mit feststehenden Mischelementen zur Verarbeitung von Klebstoffen
Steifigkeit
Bauteileigenschaft: Widerstand eines Bauteils gegen elastische Verformung; Sie wird beeinflusst von Bauteilgeometrie, Belastungsrichtung und dem Modul (→ Elastizitätsmodul oder → Schubmodul).
Strahlendosis
Lichtmenge, die ein strahlenhärtender Klebstoff zur Aushärtung benötigt
Strukturviskosität
Eigenschaft eines → Fluids bei der Einwirkung von Scherkräften (z. B. beim Rühren oder beim Pressen durch eine Düse) die Viskosität zu verringern; Wenn die Viskosität nach Verminderung der Scherkraft nur langsam wieder ansteigt, spricht man von Thixotropie.
T
Technisches Datenblatt (TDB)
produktspezifische Information mit den wesentlichen Angaben zur Verarbeitung von Klebstoffen, Primern usw. und zu deren Eigenschaften im flüssigen und festen Zustand
Tenside
Waschaktive Substanzen. Tenside setzen die Oberflächenspannungen von Flüssigkeiten, denen sie zugesetzt werden, herab und verbessern so die Benetzung von Oberflächen mit diesen Flässigkeiten. Durch ihren besonderen Aufbau ermöglichen sie sogar die Löslichkeit von Fetten und Ölen in wässrigen Lösungen.
Testklebung
Herstellung von Klebungen (meist Zugscherproben), um verschiedene Parameter (Klebstoff, Lagerbedingungen, usw.) abzuprüfen
Testtinten
Flüssigkeiten mit definierter Oberflächenspannung zur Benetzungsprüfung auf Feststoffoberflächen
Thermoplast
Kunststofftyp, der sich innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches beliebig verformen lässt, ohne sich chemisch zu verändern. Seine Verformbarkeit wird durch Kettenmoleküle erreicht, die nicht chemisch vernetzt sind. Thermoplaste weisen folgende Grundmerkmale auf: zähhart bis spröde bei Raumtemperatur, schmelzbar, schweißbar, quellbar, löslich, neigen zum Kriechen (vergl. → Duromer, → Elastomer)
thermoplastische Matrizes
→ Thermoplast, → Matrix
Thixotropie
Spezialfall der → Strukturviskosität
thixotropiert
Herbeiführen eines thixotropen Verhaltens durch spezielle Beimischungen; siehe auch → Thixotropie
Topfzeit
Zeitspanne, während der ein Reaktionsklebstoff verarbeitet werden muss (Gebrauchsdauer); Sie hängt von der Geschwindigkeit (Aushärtungsgeschwindigkeit) der für die Polymerbildung verantwortlichen chemischen Reaktionen sowie von den äßeren Rahmenbedingungen (Temperatur, Ansatzmenge) ab und ist für ein erfolgreiches Kleben genauestens zu beachten.
U
Ultraschallbad
mit einem Reinigungsmittel gefülltes Tauchbad, bei dem die Reinigung durch eingebrachte Ultraschallwellen stark unterstützt wird
V
Vakuum
weitgehend (luft-)leerer Raum
Verarbeitungsbedingungen
Bedingungen, die bei der Verarbeitung eines Klebstoffes einzuhalten sind (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, usw.); werden im technischen Datenblatt genannt
Verarbeitungszeit
→ Topfzeit, → Hautbildezeit oder → offene Zeit eines Klebstoffs
Verbundwerkstoff
Sammelbezeichnung für Werkstoffe, die durch Kombination unterschiedlicher Materialien erhalten werden und deren wichtigste Eigenschaften die der Einzelkomponenten in der Regel übertreffen; als Bestanddeile von Verbundwerkstoffen kommen hauptsächlich Metalle, Hölzer, Gläser, Polymere und keramische Werkstoffe in Frage, die zu Faser-, Band-, Schicht- u. Teilchen-Verbundwerkstoffen (z. B. Keramiken) verarbeitet werden können.
Verfestigungsbedingungen
Bedingungen, die ein Klebstoff zur Verfestigung braucht (Temperatur, Sauerstoffabschluss, Licht usw.)
verzinkt
→ Verzinkung
Verzinkung
Aufbringen einer Zinkschicht auf metallische Fügeteile; dient dem Korrosionsschutz
Viskosität (eigentlich: dynamische Viskosität)
Fließwiderstand (Zähigkeit) von Fluiden. Sie resultiert aus den zwischenmolekularen Kräften in einem Fluid, ist also abhängig von der Kohäsion. Man spricht daher auch von der inneren Reibung. Je niedriger die Viskosität, desto höher ist die Beweglichkeit der Moleküle dieser Stoffe. Die Viskosität beeinflusst das Fließverhalten (Rheologie) und ist daher eine wichtige Eigenschaft bei der Verarbeitung von Klebstoffen. Einheit: mPa⋅s (Millipascalsekunde)
Z
Zinkkristallite
Zinkkristall, der bei der Verzinkung von metallischen Oberflächen entsteht; bei Feuerverzinkung gut an den unterschiedlichen Schattierungen erkennbar
Zugbelastung / Druckbelastung
Beanspruchungsart, bei der die Belastung senkrecht zur Verbindungsebene (z. B. Klebfläche) wirkt (bei Druckbelastung zum Körper hin, bei Zugbelastung vom Körper weg); Zugbelastungen führen zur Dehnung, Druckbelastungen zur Stauchung der belasteten Körper.
Zugscherprobe
Prüfkörper, der für den → Zugscherversuch nach den Vorgaben der Norm gefertigt wird
Zugscherversuch
wichtigstes zerstörendes Prüfverfahren für hochfeste Klebungen; siehe → Scherfestigkeit
Zugspannung (Normalspannung)
senkrecht auf einen Körperquerschnitt einwirkende Kraft (F) pro Querschnittsfläche (A); Formelzeichen: σ (Sigma)