5.1 Einleitung

Eine zentrale Forderung an die Oberfläche besteht darin, dass die Oberflächenschicht, auf der sich das eigentliche Kleben abspielt – also auf der der Klebstoff haftet – fest mit dem Fügeteil verbunden sein muss.

Man stelle sich stark verrostete Stahloberflächen vor, die geklebt werden sollen. Wird die oberflächliche Rostschicht nicht entfernt, so wird lediglich der Rost beider Fügeteile miteinander verklebt. Bei einer Beanspruchung löst sich der Rost jedoch mit dem Klebstoff zusammen von den Fügeteilen ab.

Unter anderem aus diesem Grund stellt die Oberflächenbehandlung der zu klebenden Fügeteile einen wichtigen Schritt der klebtechnischen Fertigung dar.

Es sollen hier die wichtigsten grundlegenden Fragestellungen erläutert sowie die bedeutsamsten Verfahren, aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Fügeteilmaterialien, vorgestellt werden.

Bei der Ermittlung von Prozessparametern sind gegebenenfalls externe Berater hinzuzuziehen.

Um die Funktion einer Klebung, nämlich die Haftung des Klebstoffes an der Fügeteiloberfläche, zu erfüllen, ist es notwenig, dass der Klebstoff die Oberfläche benetzt.

Dazu muss der Klebstoff sehr, sehr dicht in die Oberflächenrauigkeit. einfließen.

Nur dann können Haftungskräfte (Adhäsionskräfte) zwischen Klebstoff und Fügeteil aufgebaut werden.

Diese Adhäsionskräfte haben nur eine Länge von unter einem Nanometer! (siehe Kapitel 0)

Diese Adhäsionskräfte haben nur eine Länge von unter einem