5.4.2 Strahlen von Metallen2019-05-02T17:27:12+01:00

5.4.2 Strahlen von Metallen

Ziel:

Strahlen ist ein mechanisches Oberflächenbehandlungsverfahren, mit dem die obersten Schichten des Fügeteils wie z. B. Rost entfernt werden, bis der eigentliche Grundwerkstoff freigelegt ist. Es führt zu einer Verdichtung der Oberfläche.

Eignung:

Strahlen ist grundsätzlich für alle Metalle geeignet außer für galvanisierte, verzinkte oder anderweitig beschichtete Oberflächen, da durch das Strahlen die aufgebrachte Schicht verletzt wird. Vorsicht bei sehr dünnen Folien!

Durchführung:

  • Vor dem Strahlen müssen die Oberflächen unbedingt gereinigt und entfettet werden, damit die Verunreinigungen nicht in die Oberfläche „eingearbeitet“ werden und dadurch nur sehr schwer oder gar nicht mehr entfernt werden können.
  • optimales Strahlmittel: Korund mit Korngröße von 0,2 bis 2 mm; optimaler Strahlwinkel: 45°; Druckluft muss ölfrei und trocken sein
  • Nach dem Strahlen: Oberflächen von Staub etc. reinigen (z. B. mit mit Reinigungsmittel getränktem, weißem Einwegtuch oder mit Druckluft)

Beachten

  • Geeignetes Strahlmittel verwenden
  • Sauberes Strahlmittel verwenden (verschmutztes rechtzeitig ersetzen)
  • Vorherige Reinigung der Fügeteile beachten
  • Bei weichen Metallen ist bei metallischem Strahlmittel auf Steckschüsse zu achten (Korrosionsgefahr)
  • Strahlreste von der Oberfläche entfernen
  • Ölfreie und trockene Druckluft verwenden
  • Vorsicht bei dünnen Fügeteilen: Fügeteil kann durch den Strahldruck „krumm“ gestrahlt werden