7.1 Einleitung2019-05-03T16:20:01+00:00

7.1 Einleitung

Nachdem alle Planungsschritte für die Klebung abgeschlossen sind, und KlebstoffFügeteilmaterial,
Oberflächenbehandlung usw. ausgewählt sind, erfolgt die Umsetzung in die Produktion, d. h. die Fertigung muss vorbereitet werden.

Ein grundlegender Punkt für alle klebtechnischen Anwendungen ist die Forderung nach Sauberkeit. Dies gilt natürlich am Fertigungsort selbst; es ist aber auch darauf zu achten, dass Verschmutzungen durch andere Fertigungsschritte vermieden werden.

Im Rahmen der Fertigungsvorbereitung soll die Qualifizierung des Fertigungsprozesses erfolgen.

Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Festlegung der Qualitätsspezifikationen für alle Materialien
  • Sicherstellung der korrekten und reproduzierbaren Funktion evtl. eingesetzter Maschinen
  • Optimierung von Fertigungsabläufen
  • Erstellung und Freigabe von Arbeits-, Korrektur- und Reparaturanweisungen; gegebenenfalls mit Erstellung von Arbeitsproben
  • Sicherstellung des korrekten und reproduzierbaren Fertigungsablaufes inkl. Überwachung von Temperatur, Zugluft, Belüftung und Feuchte
  • Räumliche Abgrenzung der Fertigungsumgebung

(Lastenheft/Anforderungsliste berücksichtigen und bei Bedarf erweitern)

Für die korrekte Durchführung der Klebung ist neben den geeigneten Materialien und der optimalen Konstruktion auch eine Arbeitsanweisung unbedingt notwendig. Sie umfasst für jede klebtechnische Anwendung die notwendigen Arbeitsmaterialien sowie die notwendigen Arbeitsschritte in der einzuhaltenden Reihenfolge.

Wichtig ist die Übersichtlichkeit sowie die Eindeutigkeit der Arbeitsanweisung.
Dabei sollte bedacht werden, dass Eindeutigkeit für verschiedene Menschen durchaus unterschiedlich empfunden werden kann.

Wird mit Gefahrstoffen wie z. B. Klebstoffen, Primern, Reinigungsmitteln usw. gearbeitet, muss für diese eine Betriebsanweisung erstellt werden. Dies umfasst ausschließlich den Hinweis auf eine mögliche Gefahr.

Eine Arbeitsanweisung ist ein unerlässliches Mittel der Qualitätssicherung. In ihr können viele Parameter, die bei der Prozessplanung berücksichtigt werden müssen, festgelegt werden.
Wichtig ist, dass diese Parameter regelmäßig kontrolliert werden und bei Änderungen im Prozess, z. B. ein anderer Klebstoff, die Arbeitsanweisung angepasst wird.

Ein häufig angewandtes Instrument der Qualitätssicherung ist FMEA (Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse). Sie dient der vorbeugenden Fehlervermeidung sowie der Erhöhung der technischen Zuverlässigkeit. Sie wird meist in der Design- und Entwicklungsphase neuer Produkte und Prozesse eingesetzt.

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