5.6.1 Schleifen von Holz

Ziel:

Schleifen ist ein mechanisches Oberflächenbehandlungsverfahren, mit dem die obersten Schichten des Fügeteils entfernt werden, bis der eigentliche Grundwerkstoff freigelegt ist.

Eignung

Schleifen ist grundsätzlich für Holz geeignet.

Durchführung

  • Reinigen und Entfetten der Oberfläche ist hier nicht notwendig
  • Ausführung von Hand mit Schleifblock oder maschinell
  • Korngröße von K 120 bis 180 ist für klebtechnische Zwecke am Besten geeignet
  • Nach dem Schleifen Oberflächen von Schleifstaub etc. reinigen

Beachten:

  • Schleifpapier regelmäßig wechseln
  • Für ein gleichmäßiges Schleifbild sorgen
  • Schleifreste nach dem Schleifen von der Oberfläche entfernen
  • Beim maschinellen Schleifen kann Holz zu heiß werden und brennen.
  • Gefahr von Resten des Schleifmittels im Fügeteil
  • Schleifmittel können u. U. Eisenionen ins Holz einbringen. Diese führen bei Klebungen mit Dispersionsklebstoffen bei Eiche, Kastanie, Nussbaum (gerbsäurehaltige Hölzer) zu Blaufärbung.
  • Bei extraktreichen Hölzern werden die Extrakte (Öle, Harze, Mineralstoffe) durch das Schleifen auf der Holzoberfläche verteilt, wodurch ist eine negative Beeinflussung der Klebung möglich ist.
  • Die Zeitspanne zwischen Schleifen und Kleben sollte kurz sein, da zu langes Zwischenlagern dazu führt, dass die Extrakte wieder an die Oberfläche wandern, wo sie eine spätere Klebung negativ beeinflussen können.